I. Unterstützendes Gespräch
Die Methode des unterstützenden Gesprächs wurde von Carl Rogers entwickelt. Sie basiert auf gezielter, urteilsfreier Kommunikation, ohne Druck, Bewertung oder Diagnosen. Im Mittelpunkt steht das einfühlsame Zuhören, das auf die Klientin oder den Klienten ausgerichtet ist.
Elemente:
- Offenes Interesse ohne Vorurteile
- Kritikfrei, ohne Verurteilung
- Das Gespräch wird von der Klientin / dem Klienten geführt
- Objektivität bei gleichzeitiger emotionaler Kontrolle
- Denken und Fühlen im Rahmen des Klienten – Verständnis durch Perspektivwechsel
- Fokus auf Gefühle neben dem Inhalt – aktives Spiegeln, nicht nur Wiederholen
- Fördert die Selbsterkenntnis, aktiviert die Problemlösungskompetenz
- Stärkt die Selbstregulation und Selbststeuerung
II. Imagination, Meditation, Entspannung
Imagination ist die Fähigkeit des Geistes, innere Bilder, Gedanken und Vorstellungen zu erschaffen – auch von Dingen, die nicht real oder noch nie da waren. Sie ist eng mit Kreativität verbunden und hilft bei Problemlösungen und beim Schaffen neuer Ideen.
Meditation ist eine bewusste Praxis, bei der die Aufmerksamkeit gezielt gelenkt wird – zur Beruhigung des Geistes, für mehr Achtsamkeit und zur inneren Verbindung.
Beliebte Meditationsarten:
- Achtsamkeitsmeditation: Konzentration auf den Atem oder den gegenwärtigen Moment
- Konzentrationsmeditation: Fokus auf ein Objekt, Geräusch oder Mantra
- Mantra-Meditation: Wiederholung eines Wortes oder Satzes (z. B. „Om“)
- Bewegungsmeditation: Meditation in Bewegung (z. B. Yoga, Tai-Chi)
- Bildhafte Meditation: Vorstellung eines friedlichen Ortes
- Loving-Kindness (Metta): Förderung von Mitgefühl und Liebe zu sich selbst und anderen
- Geführte Meditation: Begleitet durch Stimme oder Audioanleitung
Entspannung ist ein Zustand der körperlichen und geistigen Ruhe, der mit Hilfe bewusster Techniken wie Atemübungen, Visualisierung oder Muskelentspannung erreicht wird. Sie hilft, Stress abzubauen und neue Energie zu tanken.
III. Psychodrama
Psychodrama ist eine gruppentherapeutische Methode, bei der mit Rollenspielen gearbeitet wird, um Emotionen, Konflikte und Lebenssituationen zu bearbeiten. Die Teilnehmenden übernehmen verschiedene Rollen, um sich selbst und andere besser zu verstehen und neue Lösungswege auszuprobieren.
Typischer Ablauf:
- Aufwärmen: Vorbereitung der Gruppe durch einfache Übungen oder Gespräche
- Rollenspiel: Darstellung einer konkreten Lebenssituation mit verschiedenen Rollen
- Feedback: Gemeinsames Besprechen der Szene und der gewonnenen Erkenntnisse
Psychodrama eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht tieferes Verständnis für das eigene Leben.
IV. Familienaufstellung
Die Familienaufstellung ist eine Methode, die verborgene Muster und Dynamiken innerhalb von Familien oder Beziehungen sichtbar macht. Sie wurde von Bert Hellinger entwickelt und nutzt symbolische Repräsentationen in einer Gruppensituation.
Teilnehmende stellen die Familienstruktur auf, wobei andere Gruppenmitglieder einzelne Familienmitglieder repräsentieren. So wird sichtbar, welche Kräfte und Gefühle die Beziehungen prägen.
Diese Methode hilft besonders bei:
- Familiären Konflikten: z. B. zwischen Generationen oder bei unverarbeiteten Traumata
- Beziehungsproblemen: Besseres Verständnis der Dynamik in Partnerschaften oder Freundschaften
- Emotionalen Blockaden: Wenn unbewusste Lasten den Lebensweg behindern
- Gesundheitlichen Beschwerden: In manchen Fällen wird ein Zusammenhang zur Familiengeschichte vermutet
- Beruflicher Orientierung oder Selbstwert: Familiäre Prägungen können auch Karriere und Zielverfolgung beeinflussen
Das Erkennen und Neuausrichten dieser Muster kann eine große Erleichterung und Klarheit bringen.

